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Lexikon Handy-TV


3G
Dies ist die Abkürzung für die "3. Generation" der mobilen Datenübertragung. Zwar löst dessen Hauptvertreter UMTS den bisherigen Standard der 2. Generation, GSM, nicht direkt ab, überzeugt aber mit höheren Datenübertragungsgeschwindigkeiten.


Broadcast
Bei diesem Übertragungsverfahren werden die gesendeten Daten an alle Empfänger im Empfangsbereich geschickt.

Das heisst, es wird keine Einzelverbindung zwischen Sender und Empfänger aufgenommen, was bei Uni- bzw. Multicast der Fall ist. Einsatz findet diese Methode in Broadcastnetzwerken.


DAB
Das "Digital Audio Broadcasting" ist ein digitaler Übertragungsstandard für Audiodaten (Hörfunkprogramme), welcher in Broadcastnetzwerken eingesetzt wird. In Deutschland genießt das "Digitale Radio" über einer Abdeckung von 82%. Eine Übersichtskarte finden Sie hier. Die Anzahl der Hörfunkprogramme schwankt von Bundesland zu Bundesland (siehe Übersicht).
Mit diesem Verfahren werden aber nicht nur Audiodaten für Hörfunkprogramme übertragen, es wird auch für Datendienste, z.B. Reise- und Verkehrsinformationen, eingesetzt. So diente es als Ausgangsstandard für DMB. Hier wird die Übertragung um multimediale Inhalte ergänzt.


DVB
"Digital Video Broadcasting" ist das standardisierte Übertragungsverfahren von digitalen Inhalten mittels Datenkompression. DVB startete 1993 mit dem Ziel, europäische Standards für Digitalrundfunk, Digital-TV, multimediale Dienste und interaktive Verteildienste zu entwickeln. DVB-H und DVB-T z.B. basieren auf diesem Verfahren.


DVB-H
Stellt eine Unterart des "Digital Video Broadcasting" dar und wurde speziell für mobile TV-Anwendungen entwickelt. Das "H" bedeutet Handhelds (kleine mobile Endgeräte). Bei diesem Verfahren werden die Daten ebenfalls komprimiert und digital, mobil per Rundfunk versandt.

Vorzugsweise wird diese Methode zur Übertragung von Multimediadiensten (Handy-TV) genutzt. Dabei können alle gängigen Videokompressionen (z.B. MPEG2, MPEG4) genutzt werden.

Zur Zeit läuft in Deutschland ein Testprojekt zu DVB-H. Nach der DVB-H Lizenzvergabe durch die einzelnen Bundesländer, hat sich das Betreiberunternehmen "Mobile 3.0" zum Ziel gesetzt, bis 2015 ein flächendeckendes DVB-H Netz in Deutschland aufzubauen. DVB-H gilt zukünftig als das Standardübertragungsverfahren in Bezug auf Handy-TV. Noch bis Ende 2008 sollen die meisten großen Städte mit DVB-H versorgt sein.


DVB-T
"Digital Video Broadcasting Terrestrial" ist eine Unterart von DVB und bezeichnet die erdgebundene Ausstrahlung und Verbreitung digitaler Fernsehinhalte. Zur Videokompression kann nur MPEG2 eingesetzt werden. Allerdings wird bereits an einem neuen weiteren Standard, DVB-T2, gearbeit. Mit diesem ist eine Videokompression mit MPEG4 möglich.
Allerdings bietet DVB-T auch Nachteile. So unterscheidet sich die Bildqualität nicht wesentlich vom Kabelfernsehen. Auch die Empfangsqualität wird oft bemängelt, da DVB-T recht störanfällig ist.


GSM
Stellt den Standard für die mobile Datenübertragung der 2.Generation dar und ist heutzutage weltweit der am weit verbreitetste Mobilfunkstandard. Das "Global System for Mobile Communication" (GSM) wurde 1992 in Deutschland eingeführt und hat seinen Siegeszug in rund 200 Ländern und Gebieten fortgesetzt.
Zum Austausch von Daten werden unterschiedliche Frequenzbänder genutzt, z.B. 900 MHz, 1800 MHz. Dies ist länderabhängig - die USA nutzen z.B. 1900 Mhz. Deswegen findet man bei den Angaben zu einem Handy meist auch die Angaben "unterstützt GSM 900/1800/1900". Hierbei handelt es sich dann um ein sogenanntes Tri-Band Handy.


Mobile 3.0
Dieses Unternehmen ist eine gemeinsame Gesellschaft von MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH und der NEVA Media GmbH und wurde am 15.01.2008 auf der Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten als Plattformbetreiber für DVB-H empfohlen. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit der Bundesnetzagentur lizensierten Mobile & Broadcast, ein Sendernetzwerk in Deutschland auf- und auszubauen. Es wird angestrebt, bis zum Jahr 2015 ein flächendeckendes DVB-H Netz zu etablieren. Zur Bereitstellung von Inhalten wurden bereits u.a. mit dem ZDF, ARD, RTL-Gruppe sowie Prosiebensat1 entsprechende Vereinbarungen getroffen.


MPEG2
Ist ein Standard zur Videokomprimierung mit Videokompression und Audiokomprimierung mit Audiokompression, welcher verlustbehaftet ist. Einsatz findet diese Komprimierung z.B. bei DVB-T. Auch die heutigen DVDs sind mit diesem Standard komprimiert. Eine Kompression ist nötig um die Datenrate bei der Übertragung so gering wie möglich zu halten.


MPEG4

MPEG4 ist vereinfacht ausgedrückt ebenfalls ein Verfahren zur Audio- und Vdeokompression und eine Weiterentwicklung des mittlerweile betagten MPEG2. Der maßgebliche Vorteil, liegt in der bis zu 1/3 niedrigeren Datenrate, bei gleichem bei gleichem Speicherverbrauch. Details zu MPEG4 finden Sie hier.


Multicast
Beschreibt ein Verfahren, wie die Verbindung zwischen Sender und Empänger aufgebaut wird. Diese Methode wird in Mobilfunk- und Funknetzen eingesetzt. Dabei werden, ausgehend vom Sender, eine Einzelverbindung mit mehreren Emfängern aufgebaut, welche mit ein und demselben Signal versorgt werden. Der Nachteil besteht darin, dass sich die Geräte, die vom Sender zur Verfügung gestellte Bandbreite gleichberechtigt teilen müssen, was bei vielen Empfängern zu Verbindungsstörungen kommen kann.


UMTS
Das "Universal Mobile Telecommunications System" ist ein Mobilfunkstandard der 3. Generation und bietet neben der Übertragung von Audiosignalen die Nutzung von Zusatzdiensten (z.B. Navigation, Videoübertragung, Internetzugang).


Unicast
Unicast beschreibt ein Verfahren, wie eine Verbindung zwischen Sender und Empfänger aufgebaut wird und Daten tranportiert werden. Dabei werden zwischen Quelle (Sender) und Empfänger jeweils eine Einzelverbindung aufgebaut - also eine "Point to Point"-Verbindung. Hauptsächlich wird dieses Verfahren eingesetzt, wenn der Empfänger spezifische Inhalte empfangen soll und diese von ihm angefordert werden, z.B. Videos auf Abruf. Eingesetzt wird Unicast vor allem in Mobilfunknetzen sowie Funknetzen.



Videostream
"to stream" bedeutet im Deutschen fließen, strömen und beschreibt den Versand der Daten, welche im Netzwerk vom Sender zum Empfänger geschickt werden. Beim Handy-TV ist dies das laufende Porgramm. Voraussetzung ist ein Player. Sobald die Daten beim Empfänger ankommen, werden diese sofort im Player dargestellt. Damit ist eine Übertragung in Echtzeit eine große Stärke des Videostreams.


Watcha
Dahinter steckte die MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH, welche im Jahr 2005 gegründet wurde. Die Geschäftsfelder umfassten neben dem Auf- und Ausbau der Sendermasten für DMB, die Zusammenstellung von Fernsehinhalten sowie den Vertrieb.
Aufgrund des schnelleren Rundfunk-Datenübertragungsstandards DVB-H, ging das Unternehmen mit der Neva Media GmbH ein Joint Venture ein und heraus kam Mobile 3.0, welches sich speziell auf diesen Standard spezialisiert hat. Watcha wurde aufgelöst, die Sendelizenzen für DMB wurden vom MFD zurückgegeben, da lt. Unternehmensangaben "die mangelnde kommerzielle Perspektive" fehlte.



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