Sep 20
DVB-H-Konsortium Mobile 3.0 wird von neuer Kommission geprüft
Pünktlich zur EM 2008 startete in Deutschland der TV-Handy-Übertragungsstandard DVB-H in einigen Teststädten den Betrieb. Noch 2008 sollten eine Vielzahl weiterer Städte und vor allem echte Angebote fehlen. Doch es knirscht im Gebälk. Es gibt sogar Spekulationen, dass das Konsortium welches sich für den Ausbau und Betreib verantwortlich zeigt bereits wieder aufgibt.
Neue Kommission soll Lage prüfen
Am 09.September wurde eine neue “Kommission für Zulassung und Aufsicht”, kurz ZAK gegründet.
Hierbei handelt es sich um ein zentrales Gremium, das bundesweit u.a. für Zulassungen privater Rundfunkbetreiber, für Sendeplattformen etc. wacht und entscheidet. Hoch oben auf den Mast habe man sich auch schnelle und effektive Entscheidungen geschrieben. Das scheint auch bitter nötig gemessen z.B. an den mehrmonatigen Wartezeiten für das OK der Landesmedienanstalten für die DVB-H-Lizenzen.
Nach dem offiziellen Start von DVB-H in Deutschland ist es wieder erstaunlich still geworden um das Betreiberkonsortium. Gemäß eines Berichtes im Handelsblatt kamen sogar Spekulationen über das baldige AUS auf. Eine fehlende Stellungnahme seitens “Mobile 3.0″ erhärten zudem diesen Verdacht. Die ZAK will Kraft Ihrer weitreichenden Kompetenzen nun verstärkt Druck auf das Konsortium ausüben.
“Bisher haben wir keine zufriedenstellende Erklärungen des Betreiberkonsortiums Mobile 3.0 bekommen. Noch in diesem Herbst sollte hier im Interesse aller Beteiligten Klarheit geschaffen werden”, so der Vorsitzende des ZAK Thomas Langheinrich.
Bereit im August hatten Langheinrich eine Stellungnahme verlangt. Bisher verweigert diese jedoch.
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