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Feb 24

Mobile-TV Revolution: Fraunhofer entwickeln neuen Übertragungscodec

Tag: Allgemeine Newshandytv-anbieter.de @ 20:48

Das mobile Internet UMTS ist nicht immer ein Genuss. Zwar wird das mobile surfen durch stetig bessere Geschwindigkeiten und Netzabdeckung immer attraktiver, für Videostreaming reicht es meist aber doch nicht. Lange Ladezeiten und plötzliche Wiedergabestopps können die Folge sein. Glaubt man den Experten des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik könnten diese Probleme bald Teil der Vergangenheit sein. Ein neuer Mediaencoder soll Abhilfe schaffen.

LTE soll neues Handy-DSL werden

Der neue 4G-Mobilfunkstandard Long Term Evolution, kurz LTE, soll das mobile Internet revolutionieren. So soll dieser deutlich leistungsfähiger sein und Übertragungsraten nahe dem Festnetz-DSL erreichen. LTE wäre damit dem bisher verwendeten UMTS deutlich voraus. Damit soll der endgültige Durchbruch im mobilen Internet erreicht werden und ruckelfreies Videoschauen und mobiles Fernsehen somit endlich bei akzeptablen Ladezeiten möglich sein.

„Multicore SVC Realtime Encoder“

Hauptsächliches Problem bei der Übertragung großer Datenmengen per UMTS sind die stark variierenden verfügbaren Bandbreiten. Durch die momentane Anzahl der Nutzer, die derzeitige Position in der Mobilfunkzelle oder der Leistung des Empfängers kann diese extreme Unterschiede aufweisen. Dies macht sich vor allem beim streamen von Videos bemerkbar. Hier soll der neu entwickelte „Multicore SVC Realtime Encoder“ Abhilfe schaffen, er kodiert innerhalb eines Verarbeitungsschritts Bildwiederholungsrate, Bildgröße und –qualität. Bei der Funkübertragung der Daten werden sowohl beim Handy als auch beim Sendemast die Signalstärke analysiert und die Daten dementsprechend decodiert und dargestellt. Verändert sich die Netzstärke, reagiert das Handy beispielsweise mit einer Änderung der Bildqualität, um ein abreißen des Datenstroms zu vermeiden. Das Verfahren wird „graceful degradation“ genannt und garantiert zu jedem Zeitpunkt die beste gerade mögliche Darstellungsqualität.

Heinrich-Hertz-Institut

Die Forscher realisierten im Berliner LTE-Advanced Testbed erstmalig eine stabile Videoübertragung mit dem neuen Verfahren. Bereits seit 2007 werden dort Mobilfunktechnologien unter Realbedingungen erprobt. Das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik (Heinrich-Hertz-Institut) widmet sich seit Gründung 1928 der angewandten Forschung im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie. 260 Mitarbeiter forschen derzeit auf den Gebieten Interaktive Medien, Image Processing und Breitband Mobilfunknetze.

 

Quelle: Heinrich Hertz Institut


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