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Mai 26

Vodafone - HandyTV in Dtl. doch gescheitert!?

Tag: Allgemeine News, O2, Vodafonehandytv-anbieter.de @ 12:55

Nach einem aktuellen Interview der FAZ sieht der Vodafone-Chef Deutschland, F. Joussen, HandyTV auch im zweiten Anlauf gescheitert. Noch vor Kurzem sah alles danach aus, dass die gerade aufkommende Alternative via DVB-T eher eine lohnende Übergangslösung der Mobilfunkbetreiber bis zum DVB-H-Start wäre. Mit den aktuellen Aussagen von Herrn Joussen steht diese Vermutung jedoch bereits wieder auf der Kippe.

Vermarktung schwierig

Im Zitat heisst es, die Vermarktung “… eines kostenpflichtigen Angebots auf Basis eines separaten TV-Signals ist schwierig.” Nun zugegebener Maßen ist das keine große neu Erkenntnis. Kostenpflichtige Produkte verkaufen ist selten einfach - leider. Mit separaten TV-Signal ist die DVB-H Übertragungstechnik gemeint, die eigentlich die Rolle des HandyTV-Standards zu Beginn der EM in Deutschland übernehmen sollte. Joussen fügte hinzu, dass mit dem überraschenden Auftauchen von DVB-T-Handymodellen die kostenpflichtigen Modelle infrage gestellt werden.

Wirtschaftliches Kalkül oder was?

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Eine Vermarktung im Rücken einer kostenlosen konkurrierenden Option mag nicht ganz unrichtig sein, allerdings nur, wenn man die Hände als Anbieter in den Schoß legt. Schließlich bietet DVB-H gegenüber dem frei empfangbaren DVB-T allerlei Vorteile - insbesondere den wichtigen Rückkanal. Die meisten Studien gehen von einer Zahlungsbereitschaft von ca. 5 Euro monatlich aus. Werden die Vorteile dem Kunden richtig kommuniziert, sind Bezahlmodelle wahrscheinlich nicht unmöglich und finden früher oder später Akzeptanz.

Weiter heisst es, dass Vodafone für ein werbefinanziertes Modell plädierte. Zudem stellt Joussen fest, “Wir sind allerdings offen für einen Markttest. Nur hat uns von Mobile 3.0 noch niemand angesprochen.” In diesem Zusammenhang muss man wissen, dass die großen Deutschen Mobilfunkunternehmen (also auch Vodafone) sich einst um die Vergabe der DVB-H-Lizensen beworben hatten, aber “Mobile 3.0″ (MFD) den Zuschlag erhalten hat. Die Aussage hinterlässt daher einen kleinen faden Beigeschmack eines beleidigten Verlierers.

Inwieweit die Distanzierung bezüglich DVB-H nur ein wirtschaftliches Kalkül als Überbrückung bis zum Start vermarktbarer Produkte ist oder andere subjektive Hintergründe der Konzernleitung zu Grunde liegen, bleibt dem Reich der Spekulation überlassen. Optimal für den Standort Deutschland, bezüglich HandyTV, wäre gewiss ein Weg des Dialoges und der Kooperationen, um nicht erneut den “Bummelletzten” beim Launch einer neuen Technik zu geben.

Quelle: Finanzial Times Deutschland online - www.ftd.de


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