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DVB-T & Handy TV


Definition:

DVB-T steht für „Digital Video Broadcasting Terrestrial“ und bezeichnet eine Übertragungstechnik, mit welcher Fernsehsignale digital übertragen werden können.

DVB-T ist ein Übertragungsweg der DVB (Digital Video Broadcasting) Technologie, welche die Übertragung von digitalen Inhalten mit Hilfe von digitaler Technik verkörpert.Bei der DVB-T Variante werden die digitalen





Bild: NDR - dvb-t-nord.de
Fernsehsignale durch terrestrische Senderketten übertragen und können mit einer Haus-, Zimmer- und mobilen Antenne empfangen werden. Demnach ist DVB-T auch bedingt für mobilesTV, insbesondere HandyTV geeignet.


Technische Erläuterung:

Die bei DVB-T verwendeten Übertragungsfrequenzen entsprechen den vom Rundfunk bekannten UHF- und VHF Kanälen, wobei die Bandbreite der VHF Frequenz 7 MHz und bei UHF 8 MHz beträgt. Bei der Digitalisierung der Bild- und Audio Inhalte von Fernsehinhalten können die Kanäle mit dem DVB-T Standard effizienter genutzt werden als bei der analogen Technik.

Bei der Aufzeichnung eines digitalen Videosignals in Standardauflösung entstehen hohe Datenströme, welche nicht direkt drahtlos an DVB-T Empfangsgeräte übertragen werden können. Diese große Datenmenge wird mit Hilfe von MPEG-2 Verfahren komprimiert, wobei Signalanteile die für den Menschen nicht wahrnehmbar sind, aus dem Datenstrom entfernt werden. Des Weiteren kommt das sogenannte Multiplexing Verfahren zum Einsatz, bei welchem mehrere komprimierte Fernsehprogramme in einem Kanal übertragen werden, ohne das sich diese gegenseitig beeinflussen. Die zusammengefassten Datenströme werden „Bouquet“ genannt und ergeben die Gesamtheit des Multiplexsignals. Die zu übertragenden Dateninhalte werden über einen sogenannten Transportdatenstrom geschickt, welcher aus kleinen Datenpaketen besteht. Audio- Video und Zusatzdatenströme werden in diesem Format übertragen. Um Bitfehler zu vermeiden, wird bei DVB-T das Signal mit Fehlerschutzinformationen versehen, was die Bildqualität beim Empfänger gegenüber dem analogen TV Empfang erhöht. Durch die Verwendung des OFDM Verfahrens sind die TV Inhalte immun gegenüber Störeffekten, sodass der Empfänger ein durchgängig qualitativ gutes Fernsehsignal empfängt.


Anwendung für Handy TV:

DVB-T scheint seinem Anspruch als „Überallfernsehen“ gerecht zu werden. Die digitale terrestrische Übertragungstechnik erlaubt es, Fernsehsignale von Zuhause sowie von unterwegs zu empfangen, und das kostenfrei. Die Entwicklung des eigentlichen Mobil TV Standards „DVB-H“ schreitet langsamer voran als erwartet, sodass DVB-T nun doch in Mobilfunkgeräten zum Einsatz kommt.


DVB-T-Handy von LG (HB620T)
Der DVB-T Standard wurde in den letzten Jahren insbesondere in Ballungszentren stark ausgebaut und lässt den Nutzer bis zu 30 Fernsehprogramme kostenfrei empfangen. Der Mobil TV Nutzer kommt mit einem DVB-T fähigen Handy somit in den Genuss, die herkömmlichen TV Programme in guter Qualität auf dem mobilen Gerät zu betrachten. Besonders zur EM 2008 wird der DVB-T Standard interessant, was sicherlich ein Grund dafür ist, weshalb die Telekommunikationsunternehmen nun doch DVB-T fähige Mobiltelefone auf den Markt bringen und vorerst nicht auf DVB-H setzen.

Die Möglichkeit, weitere digitale Signale neben dem digitalen TV Signal zu übertragen, könnte auch für Mobilfunknutzer interessant werden. Eine elektronische Programmzeitschrift und Multimediadienste können mit bestimmter Mobilfunktechnik empfangen und genutzt werden.


Vor- und Nachteile:

Die digitale Übertragungstechnik des DVB-T Standards ermöglicht es, die verfügbaren Fernsehprogramme viel effizienter zu nutzen, sodass weitaus mehr TV Programme ausgestrahlt werden können. Durch die Nutzung von sogenannten Datencontainern, können über das digitale TV Signal hinaus auch Radiosignale und Multimediaprogramme übertragen werden. Das in weiten Teilen Deutschlands verfügbare DVB-T Signal eröffnet dem Nutzer ganz neue Möglichkeiten, das Fernsehen zu nutzen. Bis Ende 2008 wird eine 90 %-ige Bevölkerungsversorgung angepeilt.

Nachteilig wirkt sich die Störanfälligkeit des DVB-T Signals aus, was besonders bei mobilen Endgeräten bemerkbar sein wird. Schwankende Signalstärken können den Spaß am „Überallfernsehen“ schnell verderben, wenn der Fernsehgenuss unter ständigen Störungen leidet.

Vor allem bei Gebäuden mit dicken Betonwänden wird es problematisch, ein gutes TV Signal auf dem Mobiltelefon zu empfangen. Innerhalb einer Wohnung aber auch in größeren Städten ist ein gewisser Störpegel vorhanden, welcher von zahlreichen anderen elektrischen Geräten verursacht wird. Für einen guten TV Empfang muss das DVB-T Signal stärker sein, als der umliegende Störpegel.

Quelle: Bayrischer Rundfunk

Durch das digitalisierte Bild gibt es kein analoges Übertragungsrauschen des Fernsehbildes mehr, allerdings kann es bei zu geringen Bitraten zu Unschärfe, Klötzchenbildung und Kompressionsartefakten kommen. Generell ist das DVB-T Bild mit einem guten DVB-T Empfänger besser als beim herkömmlichen analogen Signal. Ein wichtiger Punkt ist der Energiebedarf des mobilen Fernsehens via DVB-T, der gegenüber DVB-H wesentlich höher liegt und somit den Akku stark belastet.


Ausblick:

DVB-T ist für den Endnutzer ein willkommener Service, welcher einerseits relativ viele TV Programme bietet und darüber hinaus auch noch kostenlos ist, wenn man die GEZ Gebühr [mehr dazu] außen vor lässt. Allerdings wurden die Standards DMB und DVB-H speziell für mobiles Fernsehen entwickelt, wobei der Ausbau des DVB-H Übertragungsstandard von der EU für alle Mitgliedstaaten empfohlen wird. DVB-H wird höchstwahrscheinlich nicht kostenlos nutzbar sein, allerdings ist das TV Format speziell für das kleine Display von mobilen Endgeräten vorgesehen. DVB-H stellt sicher, dass in Gebäuden sowie unterwegs ein gutes, störfreies Signal empfangbar ist und somit den eindeutig überlegenen Übertagungsstandard darstellt.

Die Telekommunikationsunternehmen bevorzugen ebenfalls den DVB-H Standard, mit welchem sich weitaus mehr Geld verdienen lässt als mit dem kostenlosen DVB-T Standard. Der DVB-H Technologie fehlen allerdings attraktive Vertriebsmodelle, die bis zur EM 2008 höchstwahrscheinlich nicht bereit stehen werden. Die zukünftige Entwicklung im Marktsegment für mobiles Fernsehen wird zeigen, welcher Übertragungsstandard, DVB-T oder DVB-H, sich letztendlich durchsetzen wird, oder ob es eventuell eine Koexistenz mehrerer Übertragungsverfahren geben wird.


Übersicht und Anbieter DVB-T-fähiger Handys

Um DVB-T am Handy nutzen zu können benötigen Sie, falls nicht vorhanden, ein speziell dafür taugliches Handy. Mit Vertrag sind diese Modelle wie gewöhnlich meist ab einem Euro zu haben. Vergleichen Sie hier alle aktuellen Modelle und finden das günstigste Angebot.
» DVB-T Handys Übersicht und Anbieter



Quellen:

- http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,538374,00.html

- pcwelt.de

- http://www.dvb-t-portal.de/

- http://de.wikipedia.org/wiki/DVB-T

- Quelle Bild LG HB620T - lge.de Presse

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