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Wie funktioniert HandyTV?

Es gibt momentan drei Übertagungswege, um HandyTV zu realisieren, mit jeweils verschiedenen Techniken. Daher mag es auf den ersten Blick sehr kompliziert und verwirrend erscheinen. Ist es aber eigentlich nicht! Wir helfen Ihnen mit einfachen Erklärungen und anschaulichen Grafiken, sich im HandyTV-Dschungel zurecht zu finden. Die Kenntnis ist nämlich äußerst wichtig zur Wahl des persönlich, optimal geeigneten Angebotes!


Übertragungsarten von HandyTV

  1. Mobilfunknetze

  2. Broadcastnetze (Rundfunk)

  3. Funknetze


1) Mobilfunknetze

Der naheliegendste Übertragungsweg für HandyTV ist natürlich das Mobilfunknetz selbst. Denn es existiert schon und verursacht somit keine Extrakosten. Hier allerdings benötigt jeder TV-Nutzer eine eigene Verbindung zum Mobilfunkanbieter. Dies führt die Netze an Kapazitätsgrenzen, wenn viele Leute das Angebot gleichzeitig nutzen, da Videos nach viel Übertragungskapazität verlangen.
In diesem Zusammenhang ist insbesondere das mittlerweile sehr bekannte UMTS und das kryptisch klingende HSDPA zu nennen. Mit beiden Techniken lässt sich mobiles TV auf dem Handy realisieren. Wie nicht anders zu erwarten, hat die Nutzung von Mobilfunknetzen Vorteile und Nachteile – hier gibt’s einen übersichtlichen Vergleich.


2) Rundfunknetze

Broadcastnetze (auch Rundfunknetze oder Antennenfernsehen) sind jedem bekannt vom Radio oder den klassischen Hausantennen-TV. Ein wesentliches Merkmal ist, dass der Sender sein Signal nutzerunabhängig verbreitet. Das bedeutet, dass jeder der mag, die Möglichkeit hat, dass Signal zu empfangen aber ohne die Fähigkeit, Rückinformationen zu senden. Hier spricht man vom sogenannten Broadcasting (engl. Broadcast für senden).

Aktuelle Übertragungstechniken sind DVB-H, DVB-T und DMB. Letzteres spielt jedoch in Zukunft keine Rolle mehr, da der Betrieb mittlerweile eingestellt wurde. DVB-T wird bereits von vielen in Deutschland als digitale Alternative zu Satellit und Kabel am PC oder Fernseher genutzt. DVB-H ist eine spezielle „Abwandlung“ von DVB-T für mobile Endgeräte.

Es ermöglicht sogar in Kombination mit Handynetzen einen Rückkanal für Interaktive TV-Anwendungen auf dem Handy – z.B. Programmzeitungen oder Videos auf Abruf (Video on Demand). Allem Anschein nach wird sich das sogenannte DVB-H bei HandyTV durchsetzen. Untermauert wird dies insbesondere durch die Tatsache, dass DVB-H von der Europäischen Kommission bereits als EU-Standard für HandyTV erklärt wurde. In vielen anderen europäischen Ländern, z.B. der Schweiz, ist mobiles TV via DVB-H bereits vielgenutzte Realität.

3) Funknetze
Funknetze zur Datenübertragung gewinnen auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Mobiles surfen wird immer populärer. Zwischen 2005 und 2007 hat sich die Zahl der Nutzer von mobilem Internet mehr als verdreifacht auf stattliche 8,7 Millionen Nutzer[1].

Daher liegt es nahe, auf diesen Übertragungsweg für TV am Handy zu nutzen. Mögliche Techniken sind WLAN, MBWA und WIMAX. Ersteres kommt wegen viel zu geringer Reichweite (~ max. bis 200 m)  und der abfallenden Datenrate mit der Entfernung, maximal lokal in Frage z.B. bei Führungen in Museen oder Galerien. MBWA ist ein recht vielversprechender, sich allerdings noch in der Entwicklung [mehr] befindlicher Standard speziell für mobile Endgeräte, wie Handys. Damit steht WiMAX als bisher einzige Alternative für Funknetze fest – genauer gesagt „WiMAX mobile IEEE 802.16e“. Ein Reichweiten-Radius von ca. bis zu 5 Kilometer und maximale Bandbreiten von ca. 15 MBit/s machen die Technik zu einer ebenbürdigen Alternative zu UMTS, besonders in Großstädten.



Broadcast, Unicast und Multicast

Die Begriffe klingen komplizierter als sie sind. Bei 1) und 3) handelt es sich um sogenannte Unicast-und/oder Multicastübertragungswege.

Unicast bedeutet lediglich, dass der Sender zum Empfänger jeweils eine Einzelverbindung herstellt. 100 gleichzeitigte Nutzer bedeuten somit 100 Einzelverbindungen. Der Nachteil dieser Variante ist, dass die nutzbare gesamte Bandbreite des Netztes begrenzt ist und sich alle Teilnehmer diese teilen müssen. Kommt es zu Überlastungen, sind Bildstörungen vorprogrammiert.

Nötig ist diese Übertragungsart allerdings nur, wenn jeder individuell zu jeder Zeit Zugriff auf einen spezifischen Inhalt haben soll. Z.B. wenn Herr A um 15 Uhr im Totalstau die News vom Mittag sehen möchte und Frau B um 15 Uhr die Soap von gestern Abend. Dieses Modell bezeichnet man als Video-on-Demand – also Video per Nachfrage.




Beim Multicastmodell wird auch zu jedem Teilnehmer eine Einzelverbindung aufgebaut. Allerdings verteilt der Sender den Datenstrom für das TV-Signal an alle Teilnehmer gleich. Z.B. ein Bundesligaspiel am Samstag um 14:00 Uhr.

Broadcast – hier wird keine Verbindung mit Sender und Empfänger hergestellt. Jeder kann das Signal empfangen, aber keinen Einfluss z.B. auf den Ablauf ausüben. Dies ist bei 2) der Fall – also den bekannten Rundfunknetzen. Hier sind zur Erinnerung insbesondere DVB-H und DVB-T zu nennen.



Quellen: 

[1] Bundesnetzagentur im April ´08 - siehe [ hier ]

und Analyse des HandyTV Marktes / memi-koeln.de

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